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Maxnomic Commander S im Test: Meine Erfahrungen mit dem Stuhl von NEEDforSEAT

Endlich komme ich dazu, einen Maxnomic Gaming Stuhl zu testen. Ich habe den Maxnomic Commander S im Test, der meiner Recherche nach baugleich mit dem Commander III ist. Dieser Testbericht mit meinen Erfahrungen ist damit auf die gesamte Commander Reihe analog anwendbar. Maxnomic, die Marke von NEEDforSEAT ist in Deutschland zweifellos neben noblechairs, DXRacer & Co. eine der bekanntesten Marken.

Maxnomic im Test: Kopfbereich mit Logo

Warum es so lange gedauert hat mit dem Test, trotz unzähliger Nachfragen? Dazu gleich mehr. Wen die Details dazu eher nerven und wer das reine Review sucht, der scrollt einfach ein wenig weiter und bekommt die gewohnten Informationen und meine Erfahrungen mit dem Maxnomic Commander S.

HerstellerMaxnomic
ModellCommander S BWE
baugleich Commander S III & PUE
Materialienpulverbeschichtetes Fußkreuz aus Aluminium, Kaltschaum-Polsterung, PU-Bezug, große Standard-Rollen, Softpad-Armlehnen
Eigenschaften4D-Armlehnen, feststellbare Wippmechanik, neigbare Rückenlehne (ich schätze 135°, keine Angabe im Shop), max. Belastbarkeit von 150kg, stufenlos einstellbare Lordosenstütze

Maxnomic Commander S im Portrait

Warum bisher keine Tests von Maxnomic-Stühlen kamen und warum man die Zusammenarbeit mit mir ablehnt

Schon seit 2015 habe ich Mails an Maxnomic geschrieben und auch angerufen, um Kooperationsmöglichkeiten abzuklopfen. Meine Mails blieben immer unbeantwortet, als ich aber das 3. Mal anrief, stellte man mich zum Geschäftsführer selbst durch, der mir dann sagte, warum er mit mir nichts am Hut haben möchte.

Schuld daran ist eine unüberlegte Äußerung meinerseits in Verbindung mit der Unversöhnlichkeit der Geschäftsführung bei Maxnomic. 2014 habe ich mit dem Aufbau von gaming-stuhl.de begonnen und in den ersten Monaten war ich noch grün hinter den Ohren. In einem Kommentar auf der Seite in 2015 fragte mich ein Besucher, ob DXRacer oder Maxnomic besser sei.

Meine freche Antwort damals: „Maxnomic wirkt für mich wie eine Kopie von DXRacer“. Nach meinem heutigen Erfahrungsschatz natürlich Unsinn. Ich habe mich direkt am Telefon dafür beim Geschäftsführer persönlich entschuldigt, als er mich darauf ansprach, stoße da aber offenbar auf Unversöhnlichkeit.

Warum habe ich das gesagt?

Die Firma NEEDforSEAT hat bis zur Gründung der Marke Maxnomic selbst Stühle der Marke DXRacer verkauft und sich offenbar irgendwann entschlossen, eine eigene Brand zu etablieren. Für mich entstand der Eindruck, ohne viel nachzudenken, man kopiere nun die zuvor selbst vertriebenen Stühle unter eigenem Namen.

Das ist nicht der Fall und diese Aussage in einem der vielen hundert Kommentare auf meiner Seite war absolut unqualifiziert. Deshalb nochmals: Ich nehme diese Äußerung zurück und entschuldige mich dafür.

Geschäftsführung hält meine Arbeit für nicht neutral

Die Pflege dieser Website kostet sehr viel Zeit und auch Geld und natürlich versuche ich auch, etwas damit zu verdienen. Ich erhalte für Empfehlungen, die zum Kauf führen, eine kleine Provision – das nennt man Affiliate. Man ist bei Maxnomic der Ansicht, dass Affiliate und unabhängige Beratung unvereinbar seien. Das sehe ich anders:

Maxnomic macht seine Arbeit gut und verdient damit seinen Lebensunterhalt. Ich mache meine Arbeit ebenfalls gut und steuere dadurch etwas zu meinem Lebensunterhalt bei. Zwei Parteien, beide beschäftigen sich „beruflich“ mit Stühlen, aber mir wird grundlos fehlende Unabhängigkeit vorgeworfen. Das finde ich schade, denn ihr könnt sicher sein:

Ich teste und empfehle immer so objektiv, wie möglich. Es gab auch schon genug Stühle, die ich nicht gut bewerten konnte und auch als nicht empfehlenswert einstufe, obwohl ich im Falle eines positiven Ergebnisses Geld damit verdienen könnte. Ich mach’s aber nicht.

Commander S III am Schreibtisch fotografiert

Solide Features: Commander im Test bringt gängige Funktionen mit

Die Ausstattung des Commanders S überzeugt auf dem Papier schon mal und bringt alles mit, was ich mir bei einem Stuhl in dieser Preisklasse wünsche.

  • 4D-Armlehnen, also in 4 Richtungen (directions=D) verstellbar sind
  • Feststellbare Wippmechanik
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Abgeflachte Seitenwangen für maximalen Platz für die Beine (ähnlich wie beim HERO oder TITAN)
  • Stufenlos einstellbare Lordosenstütze

Der Commander bringt auf jeden Fall ein sehr ordentliches Paket an Funktionen mit, die man sich für einen Stuhl in der Preisklasse wünscht. Was den Stuhl aber zusätzlich auszeichnet, ist die Lordosenstütze. Diese gefällt mir besser als die Nutzung von Lendenkissen.

Meine Erfahrungen: Kann der Maxnomic Stuhl im Detail überzeugen?

Wie gewohnt führe ich euch an dieser Stelle mit vielen Fotos durch den Testbericht und die Eigenschaften des Commander S BWE, der baugleich mit dem Commander S III ist. Ob ich euch den Stuhl am Ende empfehlen werde, erfahrt ihr in meinem Fazit.

Maße: Viel Platz beim Maxnomic Commander?

Eine der meist beklagten Eigenschaften gängiger Gaming Stühle waren schon immer die zu stark einschränkenden Seitenwangen an der Sitzfläche, die jeden Gamer, der etwas breiter ist oder einfach gern sehr breitbeinig sitzt, nervte. Es fehlte Platz. Deshalb entschied sich manch Marke irgendwann, die Stühle mit flacheren Sitzflächen zu bauen, so auch Maxnomic. Im Test fiel das positiv auf.

Flache Seitenwangen an Sitzfläche = viel Platz

Wie auf dem Bild zu sehen, finden wir hier kaum eine Erhöhung und damit dürfte so ziemlich jeder, der die Maximalbelastung des Stuhls nicht übertrifft, angenehm Platz finden und sitzen können.

Design: Hochwertig und schlicht mit kleiner Kritik

Das Design des Commanders gefällt mir grundsätzlich sehr gut und ich habe mich bewusst für die schwarz-weiße Variante entschieden, eine edle Farbkombination. Grundsätzlich steht der Stuhl hier auch genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe, allerdings habe ich eine kleine Anmerkung:

Falten und Beulen im Leder an Rückenlehne

Dadurch, dass das Leder weiß ist, sieht man auf der Rückenlehne relativ viele Falten, bei schwarzem Kunstleder sind die Falten vielleicht auch da, fallen aber weniger auf. Mich stören diese Falten auch nicht wirklich, aber euch vielleicht. Deshalb: Stören euch diese kleinen Designabzüge, dann bestellt den Maxnomic Commander S lieber in schwarz, da dürfte das kaum auffallen.

Fußkreuz & Rollen: Stabil und „normal“

Was auch sonst: An einem Fußkreuz und den Rollen kann gar nicht so viel besonders sein. Diese zwei Komponenten dürften nicht wirklich interessant für euch sein, denn sie unterscheiden sich je Stuhl eher unwesentlich.

Das Fußkreuz besteht aus lackiertem Stahl. Die Vorteile: Es hält Belastungen sehr gut stand und sieht durch die schwarze Lackierung gut aus.

Rollen und Fußkreuz des Maxnomic Commander Test

Im Shop nennt NEEDforSEAT die verbauten Rollen selbst „Standard-Rollen“ und solche sind es auch. Es sind ganz normale Rollen, die wir auch von Standard-Bürostühlen kennen. Designtechnisch sind mir die Rollen generell nicht soo wichtig, auch wenn es sicher Rollen gibt, die schöner aussehen. Solche schöneren und laufleiseren Rollen sind im Maxnomic-Shop separat erhältlich.

Verarbeitung: Makellos & präzise mit Ausnahme in meinem Fall

Die Verarbeitung bei Maxnomic-Gaming-Stühlen wie dem Commander lässt keine Wünsche offen. Der Stuhl wirkt optisch und haptisch so, als sei er seinen Kaufpreis wert, das ist er meiner Meinung nach auch. Alles ist schön gerade genäht und jede Naht ist an seinem Platz, mit einer Ausnahme:

Nähfehler an der Sitzfläche

Ich denke, da habe ich einfach Pech gehabt. Solche kleinen Fehler passieren überall und auch die Produktion von Maxnomic ist nicht unfehlbar. Ihr müsst also nicht bangen, bei eurem Stuhl würden solche Fehler auch auftreten. Ich nehme an, es handelt sich hier um einen Einzelfall, wie er auch bei anderen großen Marken vorkommen wird.

Saubere Nähte fotografiert

Sonst ist hier nämlich alles gerade und am Platz. Die restlichen Nähte lassen in Sachen Verarbeitung keine Nachbesserungswünsche offen.

Maxnomic Test: Meine Erfahrungen mit den einzelnen Funktionen

Der Maxnomic Commander S kommt mit anständigem Funktionsumfang und Eigenschaften. Wie gut sich diese benutzen lassen und welchen Komfort das am Ende bedeutet, möchte ich euch kurz zeigen.

Wippfunktion in 5 Positionen feststellbar

Die Wippmechanik ist bei den meisten Gaming-Stühlen mittlerweile Standard. Auch diese funktioniert einwandfrei und erlaubt dem Nutzer, in 5 verschiedenen Positionen festzustellen, also die Position zu arretieren. Den Widerstand dieser Mechanik müsst ihr unterhalb der Sitzfläche durch das Stellrad an euren Körper anpassen.

Rückenlehne um 135 Grad gekippt

Rückenlehne um 135° zur Sitzfläche verstellbar

Manch Hersteller ermöglicht hier 180°, ein wieder anderer 155° und der nächste findet, dass 135° ausreichen, so wie beim Maxnomic Commander. Und ich sehe das ähnlich. Den 180°-Winkel brauche ich nicht wirklich, schlafen kann auf so einem Stuhl auch keine Sau erholsam. Für mich reichen die 135° aus, um beispielsweise vor dem Rechner YouTube-Videos oder Filme zu gucken und dabei etwas gemütlicher zu liegen.

4D-Armlehnen im Test

Früher ein Highlight, heute Stand der Technik: 4D-Armlehnen. In dieser Preisklasse nicht hinwegzudenken. Die Armlehnen lassen sich problemlos in alle 4 Richtungen verstellen und unterhalb der Sitzfläche nochmals nach außen oder innen verstellen.

An den Armlehnen habe ich rein gar nichts auszusetzen. Coolere Armlehnen habe ich bisher nur beim RECARO Exo Platinum gesehen, der in einer anderen Preisliga spielt.

Mein Favorit: Variable Lordosenstütze

Dieses neue Feature habe ich schon beim noblechairs HERO geliebt und ich freue mich auch hier darüber: Anstatt eines Lendenkissens, das man kaum einheitlich für jede Lordose bauen kann, gibt es hier eine variabel einstellbare Lordosenstütze.

Stellrad zur Einstellung der variablen Lordosenstütze

Ihr müsst einfach an diesem Rad drehen und die Lordosenstütze zeigt sich prominenter, wenn ihr es wollt – oder eben nicht. Die für mich vernünftigste Lösung im Bereich der Lendenwirbelunterstützung.

Sitzkomfort: Liefert der Commander ab?

Wie soll ich sagen… Bei Maxnomic mag man mich nicht leiden, nachtragend bin ich aber nicht und deshalb ehrlich: Ja, das tut er. Ich kann vom Sitzkomfort nichts negatives berichten. Es sitzt sich in meinem Maxnomic Commander S Test sehr angenehm und auf diesem Möbelstück könnte ich problemlos einige Stunden täglich verbringen.

Die Härte des Polsterschaums gefällt mir gut und durch die Lordosenstütze, die angenehmen Armlehnen und das Nackenkissen erreicht man ein angenehmes Komfortlevel.

Fazit des Tests: Bei Maxnomic kaufen?

Beim Commander S stimmt im Grunde alles. Der kleine Nahtfehler sei nicht weiter beachtet, damit spielt der Maxnomic Stuhl im Test in der oberen Liga bekannter Marken mit und das auch zurecht. Ist dieses Modell also unter all den Marken und Modellen euer Favorit, dann haut rein.

Tjorven sitzt auf dem Maxnomic Commander S

Bedauerlich ist für mich natürlich, dass man mich und meine Arbeit bei Maxnomic grundsätzlich ablehnt. Zu einem Teil mag das meine Schuld sein, allerdings finde ich, dass man sich 4 Jahre nach einer persönlichen Entschuldigung für einen Fehltritt in der Wortwahl in Versöhnung üben und verzeihen könnte – das wird aber vermutlich nicht mehr passieren.

Solange wird dieser mein einziger Testbericht eines Maxnomic Stuhls aus dem Hause NEEDforSEAT sein.

Über Tjorven

Hi, ich heisse Tjorven Lundgren und bin der Autor dieses Ratgebers! Ich war selbst lange als professioneller CS 1.6 Spieler unterwegs und arbeite heute in der Medienbranche. In den Jahren als Profi habe ich ein Bewusstsein für gute Gaming Stühle entwickelt und in eSport-Kreisen hat heute jeder einen. Warum ein guter Gaming Stuhl so wichtig ist und warum auch Ihr einen braucht erfahrt ihr auf dieser Seite!

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