Recaro Rae Test – Erfahrungen auf dem Bright Orange

Recaro Rae Test - Erfahrungen auf dem Bright Orange aus Deutschland

Hier lest ihr von meinem Recaro Rae Test. Es handelt sich hierbei um den zweiten Recaro Gaming Stuhl überhaupt, nach dem Recaro Exo Platinum, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis ich nicht wirklich gut fand. Der Recaro Rae allerdings ist günstiger und bringt eine für mich wichtige Funktion mit: Die Synchronmechanik.

Recaro Rae Test: Foto der Kopfstütze

Es wird damit sehr spannend, wie der Recaro Rae überzeugen wird. In Anbetracht des Kaufpreises war ich skeptisch, nach dem letzten Angebot bei Amazon aber habe ich endlich zugeschlagen: Ob ich mich in den letzten Wochen im Recaro Rae Test mit dem neuen Stuhl anfreunden konnte, erfahrt ihr nun!

HerstellerRecaro
ModellRae (Bright Orange)
MaterialienKunststoff-Fußkreuz, Mehrzonen-Sitzpolster, atmungsaktiver & rutscharmer Stoffbezug, Kunststoff-Rollen, Innenleben aus Holz/Kunststoffverbund, Armlehnen aus Kunststoff & Polyurethan
Eigenschaften4D-Armlehnen, Synchronmechanik, max. Belastbarkeit bis 150kg, Anti-Submarining-Hügel, fest verbaute Lordosenstütze, Made in Germany

Inhaltsverzeichnis

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Funktionen des Recaro Rae im Überblick

Kommen wir zu den Features, die den Recaro Rae auszeichnen. Funktional ist er soweit gut aufgestellt, einzig ein Nackenkissen wäre noch eine Option gewesen – und dass es keinerlei Garantie bei einem recht stolzen Preis gibt, stört mich:

  • Synchronmechanik: Was ich beim Recaro Exo Platinum kritisiert habe, wurde beim Rae verbessert: Er hat eine Synchronmechanik zur Entlastung der Bandscheiben, die in 5 Positionen arretiert werden kann.
  • Integrierte Lordosenstütze: Es ist eine dezente Lordosenstütze fest verbaut. Lendenkissen sind daher nicht notwendig.
  • 4D-Armlehnen: Die Armlehnen sind in 4 Richtungen verstellbar und mit einer Weichkunststoff-Auflage versehen.
  • Flache Anliegefläche: Das Innenleben besteht nicht aus Stahlrohren, sondern aus einer glatten Fläche aus einem Gemisch aus Holz & Kunststoff. So verteilt sich der Druck optimal.
  • Anti-Submarining-Hügel: Auch hier ist ein Anti-Submarining-Hügel in der Sitzfläche verbaut. Mehr dazu später.
  • 150kg Belastbarkeit: Durch den Einsatz robuster Materialien ist der Recaro Rae bis 150kg belastbar.
  • Made in Germany: Das gefällt mir besonders gut – der Rae wird in Deutschland per Hand bei der Firma Bock1 GmbH & Co KG in Postbauer-Heng gefertigt. Das schont die Umwelt & sicher Arbeitsplätze in Deutschland.

Sitzkomfort-Test: Ist der Recaro Rae komfortabel?

Ich bin mit dem Sitzkomfort soweit gut zufrieden. Ich sitze hier auf jeden Fall bequem, das Polster ist laut Recaro ein Mehrzonen-Polsterschaum. Wie man sich die verschiedenen Zonen vorstellen kann, weiß ich leider nicht – für mich fühlt sich das Polster an allen Stellen ziemlich gleich an, das einzige, das ich ertasten kann, ist der Anti-Submarining-Hügel.

Sitzkomfort des Recaro Rae im Test

Das Polster hat eine sehr angenehme Härte. Ich würde es mit dem Polster des Backforce One bzw. Backforce One Plus vergleichen, also sehr ausgewogen – da es sich bei beiden Herstellern um sehr erfahrene Bürostuhl-Bauer handelt, bin ich überzeugt, dass das hier anständig abgestimmt ist. Das Polster ist weicher als bei noblechairs & Secretlab, aber fester als bei DXRacer.

Ein Nackenkissen wäre cool.

Im Lieferumfang des Recaro Rae ist keine Nacken- oder Kopfstütze enthalten, auch als optionales Zubehör ist keines verfügbar. Im Falle des Recaro Rae fehlte mir eine Art Unterstützung im Test aber schon. Ich kann gar nicht genau erklären, wieso – denn ich nutze nicht bei jedem Gaming Stuhl ein Nackenkissen, in diesem Falle würde es den Komfort aber verbessern. Meine Freundin sieht das nicht so, sie vermisst das Nackenkissen nicht.

Mit Nackenkissen vs ohne Nackenkissen Vergleich

Ohne Nackenkissen ist der Rae aber nicht ungemütlich – häufig halte ich meinen Kopf ohnehin in der Luft, aber beim entspannten Anlehnen wäre ein Kissen schon deutlich angenehmer. Ich habe mir deshalb eins von einem anderen Gaming Stuhl draufgestülpt.

Das ist zwar dem schicken Design des Recaro Rae nicht zuträglich, aber mir gefällt es.

Nackenkissen-Empfehlung zum Nachkaufen

Ich würde dir auch empfehlen, ein Nackenkissen dazuzukaufen, falls du keins hast – wenn du ein besonders gutes Kissen möchtest, würde ich das Kissenset von Nitro Concepts (Bei Amazon oder beim Hersteller) oder das Kissenset von noblechairs (Bei Amazon oder beim Hersteller) empfehlen – die sind mit Memoryfoam gefüllt und nochmal etwas cooler.

Das Lendenkissen brauchst du dann zwar nicht, aber das könnte man anderweitig gut nutzen. Ansonsten tut’s natürlich auch ein anderes, achte nur auf einen weichen Stoffbezug. Nackenkissen aus PU-Leder sind eher unschön.

Gekreuzte Beine auf dem Rae: Schneidersitz-Test

Die Sitzfläche bietet ausreichend Platz, um auch mit meinen 189cm & 82-84kg Körpergewicht noch im Schneidersitz auf dem Recaro Rae sitzen zu können. Einzig limitierender Faktor können hier die Armlehnen sein:

Schneidersitz-Test: Foto von 167cm & 189cm im Schneidersitz

Sie lassen sich nicht besonders weit nach aussen stellen, sodass man mit längeren oder dickeren Beinen vielleicht Platzprobleme bekommt. Bei meinem Körperbau geht’s aber easy klar, ebenso natürlich bei meiner Freundin mit 167cm & 52kg.

Schneidersitz-Test bestanden!

Sitzfläche: Viel Platz & kaum Seitenwangen

Wie schon beim Recaro Exo hat man auch hier auf Seitenwangen verzichtet. Genau genommen sind zwar schon Seitenwangen sichtbar, aber sie fühlen sich nicht wie welche an. Das dürften hier die weichsten Seitenwangen sein, die ich je gesehen oder gefühlt habe.

Sitzfläche ohne nennenswerte Seitenwangen

Sie lassen sich mit absoluter Leichtigkeit herunterdrücken und auch wenn man das Bein hier drauflegt, merkt man sie absolut nicht. Das wurde hier also optimal umgesetzt: Seitenwangen sind hier Teil eines Designkonzeptes, ohne auch nur im Geringsten zu stören.

Rückenlehne: Seitenwangen mit Winkelmesser gemessen

Auch die Seitenwangen sind am Recaro Rae sehr milde gehalten. Eigentlich will ich von Seitenwangen gar nicht sprechen, weil diese aus dem Rennsport kommen und der Rae eigentlich gar keinem Rennsitz nachempfunden ist – hier sind’s also eher die ganz normalen Formgebungen, die auch Bürostühle häufig haben.

Seitenwangen der Rückenlehne mit Winkelmesser gemessen

Wenn ich den Winkelmesser anlege, kommen wir auf einen Wert von X Grad. Somit ist hier von Seitenwangen keine Rede, wenn man bedenkt, dass 180° komplett gerade wären. Man darf auch nicht vergessen, dass man die Schultern ohnehin am PC eher nach vorn wölbt, weil man die Arme zu Tastatur & Maus ausstreckt.

Eine Beeinträchtigung der Schulterfreiheit hat hier meiner Meinung nach niemand zu befürchten.

Geeignete Körpergrößen im Recaro Rae Test

Abschließend zum Thema Komfort stellt sich nun die Frage, wie groß und schwer man denn sein darf, um sich als „geeignet“ für den Recaro Rae nennen zu können. Ich bin 189cm groß & ca. 84kg schwer. Meine Testperson ist 167cm groß und 52kg schwer.

Sitztiefe bei 189cm Körpergröße

Die Sitztiefe ist für meine Körpergröße noch gut passend. Ich habe ca. 4 Finger Platz zwischen Sitzfläche und Kniekehle, 2 Finger gelten als Richtwert für optimale Gegebenheiten, ein paar Finger mehr oder weniger sind aber kein Ding.

Wenn man viel größer ist als ich, oder ein anderes Oberkörper-Beinlängenverhältnis hat als ich, könnte es hier bald eng werden.

Ebenso bei der Rückenlehne – mit meiner Körpergröße bin ich schon fast an der Obergrenze angelangt. Viel größer darf ich nicht sein, sonst würde mein Kopf über die Kopfstütze hinausragen.

Wichtig ist hier auch das Körpergewicht: Der Recaro Rae ist zwar bis 150kg belastbar, allerdings berichten einige Kunden, dass schon bei 85-90kg der Widerstand der Mechanik nicht mehr stark genug eingestellt werden kann. Ich kann das so nicht bestätigen, glaube aber auch, dass man bei 100kg+ zu viel Gewicht in die Rückenlehne legt und eher nach hinten fällt.

Ich empfehle den Recaro Rae für Nutzer von 165cm-190cm Körpergröße. Ein paar Zentimeter mehr oder weniger sind möglich, je nach Oberkörper- und Beinlänge. Platztechnisch dürfte man easy die maximalen 150kg wiegen, allerdings dürfte dann die Synchronmechanik nicht mehr fest genug einstellbar sein. Ich denke mit maximal 100-110kg geht das hier noch.

Sitztiefe bei 167cm Körpergröße

Tipp für Gamer unter 165cm: Wenn du kleiner bist, wird es für dich schwierig, überhaupt einen Stuhl zu finden, bei dem du mit den Füßen auf den Boden kommst. Deshalb empfehle ich den kleineren unter uns gern Fußstützen wie diese hier. Das Feedback dazu ist bisher super – eine echte Lösung!

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Funktionen des Recaro Rae im Detail

Bevor wir uns die übrigen Funktionen des Recaro Rae anschauen, möchte ich noch eines anmerken, das für die Bewertung der Funktionen wichtig ist – nämlich der Kaufpreis des Recaro Rae. Die Recaro Rae Essentials sind für 599€ haben, die Bright-Versionen haben andere Farben und kosten ordentliche 699€. Ich empfinde den Preis auch hier wieder etwas hoch, weshalb ich euch eher den Kauf bei Amazon empfehle.

Hier sind die Raes häufig einiges günstiger zu haben. Mir persönlich wäre die UVP direkt bei Recaro zu hoch, zumal ihr dort auch für die Rücksendung bezahlen müsst, falls nötig – was an sich okay ist – bei Amazon könnt ihr das umgehen, die Stühle sind dort günstiger & der Rückversand kostenfrei.

Synchronmechanik: Auf Kunden gehört

Einer der Hauptkritiken am vorherigen Modell dem Exo war, dass bei dem hohen Preis nur eine Wippmechanik verbaut ist. Dieses Feedback hat man sich bei Recaro zu Herzen genommen und den Rae mit einer Synchronmechanik ausgestattet. Das hat mich sehr gefreut & ist bei dem Preis auch angebracht.

Beim Anlehnen neigt sich die Rückenlehne deutlich mehr nach hinten, als die Sitzfläche. Dadurch entsteht echte Bewegung im unteren Rücken, die Bandscheiben werden durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Einzige Bedingung: Man muss die Funktion auch nutzen, und am besten nicht die Rückenlehne feststellen.

Auch das ist aber natürlich möglich: Ihr könnt die Synchronmechanik in 5 verschiedenen Positionen feststellen.

Widerstand evtl. nicht fest genug einstellbar

Wie bei jeder Wipp- und auch Synchronmechanik gibt es ein Stellrad, mit dem man den Widerstand der Mechanik beim Anlehnen einstellen kann. Diesen muss man auf das eigene Körpergewicht einstellen, damit man nicht zu viel Kraft beim nach hinten lehnen aufwenden muss bzw. nicht zu leicht nach hinten fällt.

In einigen Rezensionen & Mails habe ich schon gelesen, dass einigen Usern mit 85-90kg die Einstellung selbst auf härtester Stufe noch zu schnell nachgibt. Ich kann das persönlich bei meinen 84kg noch nicht feststellen, nutze aber auch schon die härteste der 7 Einstellungsmöglichkeiten.

Dementsprechend kann ich mir gut vorstellen, dass man ab 90-110kg durchaus zu viel Gewicht in die Rückenlehne legt und zu leicht nach hinten kommt, wenn man sich anlehnt. Das kommt stark drauf an, wie sich das Gewicht auf Oberkörper und Beine verteilt. Hier könnte Recaro nochmal nacharbeiten.

Fest verbaute Lordosenstütze

Lordosenstützen kennt man in vielen Variationen: Die uneleganteste sind die Lendenkissen, die häufig zu groß sind. Als nächstes gibt es die fest verbauten Lordosenstützen, die sich auch am Recaro Rae wiederfindet. Im Bereich des unteren Rückens siehst du also eine Auswölbung, die deine Lordose (quasi dein Hohlkreuz) ausfüllen soll.

Lordosenstütze des Rae von oben fotografiert

Ich empfinde die Lordosenstütze hier auch als sehr passend, wie auch meine Freundin. Wir Menschen haben ja sehr unterschiedliche Anatomien, deshalb sind fest verbaute Stützen nicht immer passend, manchmal sind sie zu hoch oder tief, oder zu weit ausgeprägt. Hier ist es aber optimal ausgewogen und unterstützt unsere Lordosen hervorragend.

Noch besser wären Lordosenstützen, die man variabel einstellen kann. Solche haben z.B. Secretlab TITAN Evo, noblechairs HERO oder Backforce One Plus. Hier können wir die Auswölbung optimal an unsere Lordose einstellen – absolutes Feintuning. Beim Kaufpreis des Recaro Rae (600-700€), hätte ich eine solche Lordosenstütze auch als angebracht empfunden. Das macht die fest verbaute Stütze aber nicht schlecht!

Anti-Submarining-Hügel am Recaro Rae

Recaro bleibt seinem Anti-Submarining-Hügel treu, den es auch beim Exo schon gab. Recaro ist ein Rennsitz-Hersteller und genau von dort kommt auch dieser Hügel. Im Automobilbereich wird als Submarining bezeichnet, wenn man bei einem Auffahrunfall unter dem Beckengurt durchrutscht und sich dadurch schwere Verletzungen zufügt.

Anti Submarining Hügel des Rae

Auffahrunfälle gibt’s am PC ja eher nicht, zumindest nicht außerhalb des Bildschirms. Recaro ist der Ansicht, dass man häufig von seinem Stuhl rutscht beim Zocken. Deshalb ist im vorderen Bereich der Sitzfläche ein Hügel unter dem Polster, der uns stoppen soll.

Ich persönlich rutsche auf bisher keinem Stuhl nach vorn. Die Idee ist deshalb zwar nett, für mich aber irrelevant und deshalb auch nicht wirklich ein Pluspunkt.

Stört die Erhebung des Anti-Submarining-Hügels?

Am Exo habe ich den Hügel nicht ertasten können. Da das Polster des Recaro Rae aber weicher und dünner wirkt, kann ich diesen Hügel hier durchaus spüren. In ein oder zwei Kommentaren im Netz habe ich gelesen, dass dieser Hügel sehr störend sein kann, wenn man sich in den Stuhl sacken lässt und lümmelt.

Ich kann das so bisher nicht bestätigen. Ich hänge auch oftmals mehr im Stuhl als darin zu sitzen und ich nehme den Hügel kaum wahr. Nur wenn ich mich auf die Kante der Sitzfläche setze, spüre ich ihn sehr gut.

4D-Armlehnen - oder 3,5D? + Weichkunststoff

Am Recaro Rae sind 4D-Armlehnen verbaut, die hier komplett aus Kunststoff bestehen, während das Vorgängermodell Metallarmlehnen hat. Da der Rae weniger kostet als sein Vorgänger, musste man scheinbar irgendwo sparen. Rein funktional macht das aber keinen Unterschied. Die Oberfläche der Armlehne besteht aus einem weicheren Polyurethan, um die Unterarme zu schonen.

Foto der 4D-Armlehnen

So ganz 4D sind die Armlehnen allerdings nicht. Eine der 4 Richtungen ist nämlich die Rotation der Armauflage. Nach innen kann die Auflage auch rotiert werden, nach außen allerdings kaum. Die Rotation nach Außen braucht man eigentlich auch höchstens, wenn man im Schneidersitz auf dem Stuhl sitzt und mehr Platz braucht.

Außenrotation der Armlehnen im Vergleich mit noblechairs EPIC

Die Rotation nach innen ist wichtiger, da man so komfortabel auch Controller halten kann. Trotzdem können andere 4D-Armlehnen hier mehr, daher wollte ich es nicht unerwähnt lassen – meiner Einschätzung nach also eher 3,5D-Armlehnen.

Softpad-Auflage der 4D-Armlehne

60mm Rollen & Kunststoff-Fußkreuz

Die Rollen des Recaro Rae bestehen aus Kunststoff und sind für Hart- und Weichböde geeignet. Auf unserem gehärteten Korkboden laufen die Rollen auch schön leicht und leise.

Kunststoffrollen des Rae

Das Fußkreuz besteht hier aus Kunststoff. Recaro selbst spricht von „Hochleistungskunststoff“, dahinter steckt vermutlich eine Glasfaserverstärkung des Kunststoffes. Einige andere Hersteller haben auch solche verstärkten Fußkreuze. Die Belastungsgrenzen halten Kunststofffußkreuze problemlos aus, dazu sind sie schließlich da – allerdings hätte man hier bei dem Preis auch ein Aluminiumfußkreuz einsetzen können.

Fußkreuz aus Kunststoff fotografiert

Funktional macht das zwar keinen Unterschied, aber irgendwo muss eben auch der hohe Preis stecken – wenn nicht in den Funktionen, dann zumindest im Materialeinsatz. Hier wäre also mehr gegangen, was ich aber auch nur in Anbetracht des Preises schreibe. Würde der Rae nur 400 oder 450€ kosten, würde ich nichts sagen, immerhin ist er Made in Germany.

Bezüge des Recaro Rae Essential & Bright

Da Recaro für maximale Atmungsaktivität sorgen will, sind auch beim Rae alle Modelle mit einem Stoffbezug bezogen. Genauer gesagt handelt es sich hier um Polyesterbezüge, die außerdem rutschhemmende Eigenschaften haben sollen, aus denselben Gründen wie für den Einsatz des Anti-Submarining-Hügels.

Stoffbezug des Recaro Rae fotografiert

Haptisch machen die Bezüge einen hochwertigen Eindruck und ich fühle mich auf dem Recaro Rae auch gut belüftet, zu heiß wird es auf dem Stuhl nicht.

Unterschiede: Rae Essential vs. Rae Bright

Die Modelle sind rein funktional exakt gleich ausgestattet. Der Unterschied zwischen den Rae Essential & Bright liegt nur in den Farben der Bezüge und dessen Ziernähten. Die Essential-Versionen gibt es mit schwarzen, grauen & weißen Applikationen am Rande des Stuhls, der Rest ist standardmäßig schwarz.

Die Bright-Versionen sind farblich komplett anders designed – finde ich auch sehr schön. Rückenlehne & Sitzfläche sind hier andersfarbig und die Ziernähte sind farblich angepasst. Außerdem befindet sich an den Seiten von Sitzfläche & Rückenlehne ein 3D-Gewebe, das sich auch eher optisch unterscheidet.

Mein einziges Problem hier: Die Bright-Editions sind 100€ teurer, als die Essentials. Das empfinde ich als zu viel dafür, dass man in der Produktion nur andersfarbige Stoffe & Nähte einsetzen muss. Maximal einen Fünfziger hätte ich dafür noch ok gefunden. Mit Recaros Preispolitik stehe ich aber ohnehin auf Kriegsfuß.

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Preis vs. Materialien & Verarbeitung: Da geht mehr

Auch diesen Kritikpunkte bitte ich unter Berücksichtigung des Preises für den Recaro Rae zu sehen: Bei 400-450€ würde ich nichts sagen. Die Verarbeitungsqualität ist hier soweit makellos: Die Nähte verlaufen allesamt gerade und ich kann absolut nichts sehen, das für eine ausbaufähige Verarbeitung spricht.

Verarbeitung der Nähte fotografiert

Die Materialqualität aber könnte mehr hergeben. Den Recaro Exo empfanden viele als zu teuer, weshalb der Rae auch günstiger ist. Das merkt man aber auch: Der Rae wiegt nur 20,2kg, der Exo wiegt 4,4kg mehr, FX & Platinum sogar über 6kg. Hier kommt also generell weniger bzw. weniger massives Material zum Einsatz.

Das Polster ist z.B. dünner, ich kann schon bei mittelstarkem Druck auf das Polster bereits das Innenleben der Rückenlehne ertasten. Die Armlehnen bestehen komplett aus Kunststoff und auch das Fußkreuz besteht aus Kunststoff. Auch insgesamt wirkt der Recaro Rae Bright Orange in meinen Augen nicht wie ein 699€-Stuhl. Ich bin froh, dass ich nur um die 500€ bezahlt habe.

Der Recaro Rae hat zwar im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine Synchronmechanik bekommen, dafür aber eben einige andere Einsparungen erfahren. Für den Preis, den ich bezahlt habe, finde ich’s ok – zum Recaro-Preis wäre der Rae keine Option für mich.

Keine Garantie - nur Gewährleistung

Der nächste Punkt: Die etwas günstigeren Materialien würde ich akzeptieren, wenn Recaro eine Garantie geben würde, das tun sie aber nicht. Trotz dass man seine Stühle als super hochwertig verkauft, Made in Germany per Hand, spendiert man seinen tief in die Tasche greifenden Kunden keinerlei Garantie.

Lediglich die gesetzlich verpflichtete Gewährleistung von 24 Monaten bekommen wir. Mir ist das zu wenig. Selbst einige Hersteller die in China produzieren geben Garantien. Und die Konkurrenz aus Deutschland kann es auch besser: So gibt Backforce satte 10 Jahre Garantie schon beim One, der nur 499€ kostet.

Warum ist der Recaro Rae so teuer?

Ein Grund dafür ist, dass Recaro in Deutschland produziert. Die Produktion ist hier natürlich deutlich teurer, als in Fernost. Was den Preis aber besonders treibt ist, dass Recaro gar nicht selbst produziert, sondern produzieren lässt. Die Produktion übernimmt die Firma Bock1 GmbH & Co KG in Postbauer-Heng. Somit gibt es hier eine Instanz mehr, die Geld am Stuhl verdienen will.

Recaro Rae zu teuer: Geld auf Sitzfläche

Dennoch geht es scheinbar auch günstiger: So verkauft zum Beispiel Amazon den Recaro Rae auch selbst, und zwar häufig deutlich unter dem Preis, den Recaro selbst aufruft. Mein Recaro Rae Bright Orange kostete bei Amazon im Angebot unter 500€ statt 699€.

Die Konkurrenz bietet jedenfalls deutlich mehr für’s Geld. Wenn man mit deutschen Herstellern vergleichen will, gibt es nur Backforce: Und der One Plus kostet 649€, mit 10 Jahren Garantie, Sitztiefenverstellung, Sitzneigeverstellung, 4-Wege-Lordosenstütze, aufwendigerem Design & teilweise hochwertiger wirkenden Materialien. Deshalb meine Meinung: Der Rae wäre für mich maximal um die 500€ noch eine Option.

Fazit zum Recaro Rae Test: Den Kauf wert?

Abschließend kann ich in meinem Recaro Rae Test sagen, dass der Stuhl definitiv was kann. Er sitzt sich bequem, hat anständige Funktionen und wird in Deutschland per Hand gefertigt. Nur der Preis passt mir nicht so ganz. Ich will auch gar nicht nur mit Backforce vergleichen, es gibt ja auch ergonomische Bürostühle, die in dem Preisbereich viel mehr bieten.

Die Materialien sind eher günstig gehalten, funktional könnte ebenfalls mehr drin sein und es wird keine Garantie gewährt. Trotzdem kann ich den Kauf des Recaro Rae empfehlen. Es gibt nun mal kaum deutsche Gaming Stühle und der Sitzkomfort ist hier sehr gut. Ich persönlich würde aber auf Angebote warten.

Marco neben Recaro Rae zum Fazit

Tipp für kostenlose Rücksendung des Rae

Wenn du direkt bei Recaro bestellst, werden bei Nichtgefallen des Stuhls innerhalb der Widerrufsfrist Rücksendekosten fällig. Diese liegen bei einem solchen Stuhl bei 30-40€. Das finde ich grundsätzlich schon in Ordnung, andere Hersteller machen es ja auch so. Manche Hersteller bieten auch kostenlosen Rückversand, nehmen dafür aber 15-20€ Versand wenn du kaufst – umsonst gibt’s fast nirgends.

Mein Tipp aber: Wenn du den Recaro Rae risikoarm bestellen willst, empfehle ich den Kauf nur bei Amazon. Amazon verkauft den Rae selber, somit profitiert ihr auch von kostenfreiem Rückversand. Wenn Recaro Rae kaufen, dann dort.

Vorteile:

  • Synchronmechanik & 4D-Armlehnen
  • Sehr schönes Design
  • Lordosenstütze vorhanden
  • Angenehme Polsterung
  • Atmungsaktiver Stoffbezug
  • Guter Komfort

Nachteile:

  • Relativ teuer für die Funktionen. Lordosenstütze könnte variabel sein, keine Sitztiefenverstellung, keine Sitzneige – recht basic
  • Keine Garantie trotz Made in DE & 600-700€

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Marco Nykamp
Marco Nykamp

Hi, ich bin Marco Nykamp aka Tjorven und Autor aller Testberichte auf gaming-stuhl.de! Mit den Jahren habe ich einen riesigen Erfahrungsschatz über Gaming Stühle gewonnen, den ich hier durch Tests, Fotos, Videos & wertvolle Informationen an dich weitergebe - damit du sofort das für dich passende Produkt findest.

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