Razer Enki / Enki X & Enki Pro Test – Alle 3 Modelle!

Razer Enki / Enki X & Enki Pro Test - Alle 3 Modelle - alle Unterschiede

Heute teste ich die komplette Razer-Enki-Familie – dazu habe ich alle 3 Modelle hier. Den Razer Enki hatte ich eh schon gekauft & den Enki Pro hat Razer mir vor einigen Wochen angeboten – da ich eh einen Test geplant hatte, kam mir das sehr gelegen! Um euch ein Gesamtpaket zum Razer Enki Test zu bieten, habe ich den Enki X dann auch noch gekauft – man gönnt sich ja sonst nichts, ne?

Razer Enki X Pro Test

Nachdem ich mit dem Razer Iskur ja alles andere als zufrieden war, war ich auf den Razer Enki, sowie die Modelle Enki X & Enki Pro super gespannt. Ob’s Razer hier besser gemacht hat oder ich auch in diesem Test wieder einiges als nicht so cool bewerten muss, erfahrt ihr in den nächsten Minuten!

Außerdem gibt’s eine Übersicht mit den Unterschieden von Razer Enki vs Enki X vs Enki Pro!

HerstellerRazer
ModellEnki / Enki X / Enki Pro
MaterialienEnki X: Metall-Fußkreuz, PU-Schaumpolsterung, Mix aus Stoff- und PU-Bezügen, Kunststoff-Rollen, Kunststoffarmlehnen

Enki: zusätzlich Metallarmlehnen

Enki Pro: zusätzlich Metallarmlehnen, echtes Alcantara & Kunststoff-Sitzschale
EigenschaftenEnki X: 2D-Armlehnen, einfache Wippmechanik, max. Belastbarkeit bis 150kg, fest verbaute Lordosenstütze

Enki: + 4D-Armlehnen & erweiterte Wippmechanik

Enki Pro: + 4D-Armlehnen, erweiterte Wippmechanik, magnetisches Nackenkissen, echter Alcantara-Bezug

Inhaltsverzeichnis

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Razer Enki X vs Enki vs Enki Pro - Alle Features & Unterschiede im Überblick

  • Einfache Wippmechanik: Du kannst wippen, die Mechanik aber nicht beliebig feststellen.
  • 2D-Armlehnen: Die Armlehnen sind in 2 Richtungen verstellbar & aus Kunststoff.
  • Integrierte Lordosenstütze: Die integrierte Lordosenstütze ist fest verbaut.
  • Metall-Fußkreuz & Kunststoffrollen
  • Rückenlehne um 152° zur Sitzfläche kippbar
  • Bezüge bestehend aus einem Mix aus Stoff & nachhaltigerem PU-Leder

Kopfstütze
Razer Logo

Alle Features des Enki X, zusätzlich:

  • Erweiterte Wippmechanik: Du kannst die Wippe in jeder Position feststellen.
  • 4D-Armlehnen: Die Armlehnen sind hier in 4 Richtungen verstellbar und das Innenleben besteht aus Metall.
  • Ein Razer-Nackenkissen ist inklusive

Alle Featues des Enki, zusätzlich:

  • Echter Alcantara-Bezug aus Italien
  • Magnetisches Nackenkissen ohne Bänder
  • Edle Kunststoffschale in Carbon-Optik
  • Rad statt Hebel zur Rückenlehnen-Verstellung

Carbon Rückseite

Komfort im Test: Unterschiedlich bei Enki X, Enki & Enki Pro

Ich habe lange überlegt, ob ich die Razer Enki alle in einem Bericht abarbeite, oder 3 einzelne mache, denn überraschenderweise sitzen sich die Modelle auch alle ein wenig anders, was ich zuerst gar nicht gedacht hätte. Meine Vermutung war, das lediglich die Ausstattung modellabhängig besser wird.

Insgesamt lässt es sich auf den Enkis grundsätzlich gut sitzen. Die Polsterhärten sind gut gewählt, der Enki X kommt mir am weichsten vor, die Unterschiede sind aber nur minimal. Etwas problematisch ist für mich die Lordosenstütze.

Lordosenstütze stört teilweise etwas bei Enki & X

In der Lordosenstütze unterscheiden sich die 3 Modelle, obwohl sie auf dem Papier allesamt die gleiche zu haben scheinen: Nämlich eine fest verbaute Stütze, die unsere untere Rückenpartie unterstützen soll.

Lordosenstütze des Razer Enki X & Enki fotografiert

Leider sind die Lordosenstützen des Razer Enki & Razer Enki X für meine Anatomie nicht optimal. Ich saß einige Wochen auf dem Enki und konnte mich daran auch nicht gewöhnen, der Lordosenbogen sitzt mir etwas zu tief, verfehlt also meine eigentliche Lordose und fühlt sich damit wie ein Fremdkörper zwischen Lordose & Steißbein an.

Lediglich der Razer Enki Pro bekommt das wesentlich besser hin: Vielleicht liegt es an der anderen Rückenlehnenpolsterung, aber hier fühle ich mich durch die Stütze gut supported, ohne mich an der Stütze zu stören. Bei meiner Testperson verhält es sich exakt genauso. Schade, dass das für mich nur beim sehr kostspieligen Pro-Modell passt.

Anmerkung: Wir sind alle sehr verschieden gebaut. Dass die Lordosenstütze zu mir nicht passt, heißt nicht, dass es dir genauso gehen wird. Möglich ist es aber natürlich.

Schneidersitz-Test: Auf allen Modellen noch möglich

Der Razer Enki hat zwar genau wie Razer Enki X & Razer Enki Pro Ähnlichkeiten mit Sportsitzen aus Autos, allerdings haben wir trotzdem kaum Seitenwangen im Einsatz. Dadurch lässt es sich mit meinen 189cm & 82kg auch im Schneidersitz auf den Razer Enki Stühlen sitzen.

Schneidersitz Test bei 189cm

Einzig beim Razer Enki Pro wird’s enger: Hier schaffe ich es nur so gerade eben noch, meine Beine zu kreuzen. Die Seitenwangen sind hier nämlich wegen der Kunststoffschale etwas fester als bei den anderen Modellen. Wer also 189cm oder kleiner ist, kann hier auch gut im Schneidersitz Platz nehmen.

Schneidersitz-Test bestanden.

Dezente Seitenwangen ohne Nerv-Effekt

Seitenwangen gehören bei vielen Gaming Stühlen zum Designkonzept, und das ist auch völlig ok, wenn dafür die Sitzfläche breit genug ist. Denn sonst wird dem Stuhlnutzer häufig die Beinfreiheit beschränkt. Während der Razer Iskur recht stabile Seitenwangen hatte, ist die Razer Enki Familie ganz anders aufgestellt.

Seitenwangen Sitzfläche Vergleich Enki X & Enki Pro

Hier siehst du die Seitenwangen der 3 Modelle. Die flachsten bzw. weichsten Seitenwangen haben Razer Enki & Enki X. Hier besteht die leichte Erhöhung am Rand aus reinem Polstermaterial. Etwas fester sind die Seitenwangen des Razer Enki Pro, ganz einfach weil die Grundkonstruktion hier etwas anders ist. Sitz- und Rückenlehne sind in Kunststoff eingefasst, ebendieser Kunststoff macht die Seitenwangen dadurch fester.

Probleme mit der Beinfreiheit habe ich hier trotzdem nicht. Die Sitzfläche bietet dafür genug Platz.

Seitenwangen an Rückenlehne: 158° gemessen

Die Seitenwangen im Schulterbereich an der Rückenlehne sind auch noch sehr unproblematisch. Bei vielen Stühlen mit sehr engen bzw. steilen Wangen wird teilweise die Schulterfreiheit eingeschränkt.

Seitenwange der Rückenlehne mit Winkelmesser gemessenIch messe dazu immer den Winkel zwischen Rückenlehne und Seitenwange. Der liegt hier ganz gut bei 158°. Wenn man bedenkt, dass 180° ganz flach wären, finde ich den Wert ziemlich ok. Kritisch wird’s eher so im 140er-Bereich, da sprechen wir von besonders ausgeprägten Seitenwangen. Noch flacher sind die Seitenwangen beispielsweise beim Secretlab TITAN Evo.

Größenberatung: So groß & schwer kannst du für die Razer Enkis im Test sein

Razer gibt selbst einige Werte vor, in welchem Größenspektrum die verschiedenen Enkis genutzt werden können. Ich komme meistens zu anderen Angaben als die Hersteller, so ist es auch hier – das zu bestimmen ist aber auch schwierig, da wir Menschen ja sehr unterschiedliche Oberkörper- und Beinlängen haben.

 

Razer Enki X

Razer Enki

Razer Enki Pro

Körpergröße laut Razer

156,5-194cmr

166,5-204cm

166-204cm

Körpergröße nach meiner Einschätzung

160-195cm

165-195cm

170-195cm

Max. Belastbarkeit

136kg

136kg

136kg

Ich hoffe diese Tabelle hilft! Alle Angaben sind hier +- ein paar Zentimeter zu verstehen. Für alle, die etwas kleiner sind, könnte noch ein Fußkissen wie dieses hier helfen, um mit den Füßen auf den Boden zu kommen.

Sitztiefe beim Enki Pro bei 189cm

Hier ein Bild zur Sitztiefe beim Enki Pro. Die effektiven Sitztiefen unterscheiden sich zwischen den Modellen nur um 1-2cm. Viel größer als ich sollte man dennoch nicht sein, weil dann die Rückenlehne zu kurz sein wird.

Sitztiefe beim Pro bei 167cm

Bei 167cm Körpergröße sieht die Sitztiefe beim Enki Pro so aus. Bei den anderen Modellen sieht es sehr ähnlich aus.

Gewicht: Am besten nicht zu leicht & nicht zu schwer

Wenn du die Wippmechaniken wirklich gut nutzen willst, solltest du nicht zu leicht sein. Besonders beim Enki X bringt seiner einfachen Wippmechanik bringt meine Testperson mit 52kg nicht genug Gewicht mit, um wippen zu können. Selbst auf der leichtesten Einstellung ist der Widerstand hier zu groß.

Bei den erweiterten Mechaniken von Razer Enki & Enki Pro sieht das schon anders aus, hier klappt’s gut.

Zu schwer solltest du auch nicht sein, weil wahrscheinlich irgendwann der Platz nicht mehr ausreicht. Ich würde aber sagen, dass man mit schmalem bis moppeligen Körperbau easy auf den Enkis sitzen kann.

Eigenschaften & Funktionen der Razer Enki im Test

Es bleiben noch einige Funktionen & Feinheiten bei den 3 Enki-Modellen übrig, die es zu beleuchten gibt. Formgebung & Design sind sehr ähnlich, aber jedes Modell hat eine leicht veränderte Ausstattung.

Wippmechanik: Einfache & erweiterte Wippmechanik

Der Razer Enki X, das abgespeckte Modell aus der Reihe, verfügt nur über eine einfache Wippmechanik. Das bedeutet wir können wippen & die Wippfunktion auch ein- und ausschalten, allerdings können wir nicht in jeder Position feststellen. Anzumerken ist hier, dass es sich mit der einfachen Mechanik am schwersten wippen lässt. Mit 52kg Körpergewicht wie bei meiner Freundin zum Beispiel klappt das Wippen gar nicht, denn sie ist zu leicht.

Erweiterte Wippmechanik in Benutzung

Anders bei Razer Enki Pro & Enki, hier werden erweiterte Wippmechaniken verbaut. Mit diesen lässt es sich zum einen leichter wippen, zum anderen können wir die Mechanik auch beliebig feststellen – auf halbem Wege nach hinten zum Beispiel.

Kritik am Razer Enki Pro: Synchronmechanik wäre cool bei dem Preis

Die erweiterte Wippmechanik des Razer Enki Pro funktioniert ohne Probleme & sehr gut. Allerdings gibt es auch noch bessere Mechaniken, wie die Synchronmechanik, die den Winkel zwischen Ober- und Unterkörper beim Anlehnen öffnet und so für Bewegung im Bandscheibenbereich sorgt. Das tut dem Rücken gut.

Ab einer gewissen Preisrange erwarte ich eine solche Mechanik, der Enki Pro hat aber trotz stolzen 999€ nur die erweiterte Wippmechanik. Hier wäre mehr drin gewesen.

Rückenlehne: 152° Neigung möglich

Alle 3 Enki-Modelle bieten ihrem Nutzer die Möglichkeit, die Rückenlehne in einem Winkel von bis zu 152° zur Sitzfläche nach hinten zu neigen. Das ist ein recht hoher Wert und mehr als die meisten wahrscheinlich brauchen werden, was aber natürlich gut ist.

152° Neigung der Rückenlehne demonstriert

So kann man sich beim Schauen von Videos/Streams sehr weit zurücklehnen und es sich gemütlich machen.

Es gibt hier unter den Modellen nur kleine Unterschiede: Währen wir die Rückenlehne bei Razer Enki X & Enki mit einem Hebel nach hinten verstellen, haben wir beim Razer Enki Pro ein Drehrad, das wir nur ein kleines Stück drehen müssen, um die Rückenlehne zu entsperren und sie nach hinten zu justieren.

Drehrad zur Rückenlehnenverstellung beim Pro

Das Drehrad muss man sich hier nicht wie im Auto vorstellen, also wir müssen nicht ewig drehen. Es ist nur eine geschätzte Vierteldrehung, mit der wir die Rückenlehne ganz variabel verstellen können.

Fest verbaute Lordosenstützen: Durchwachsene Erfahrungen

Weiter oben habe ich das schon mal angeschnitten. Alle Enkis haben eine fest verbaute Lordosenstütze in Form einer Auswölbung im unteren Rückenbereich. Lordosenstützen sollen unser Hohlkreuz ausfüllen und dadurch die umliegenden Strukturen entlasten.

Was den Razer Enki & Enki X betrifft, funktioniert das bei meinem Körperbau leider nicht so gut. Für mich sind die Lordosenstützen hier zu weit unten angebracht und sie sind zu fest. Die Auswölbung liegt eher in Richtung Steißbein, wo ich sie als Störfaktor wahrnehme.

Bei meinen Recherchen dazu habe ich in 2 Rezensionen gelesen, dass es den Rezensenten ähnlich ging – dem gegenüber stehen aber auch viele Rezensionen ohne Kommentar dazu, weshalb ich auch davon ausgehe, dass das es sich um ein individuelles Problem handelt.

Lordosenstütze sitzt im Test beim Enki Pro gut

Die Lordosenstütze des Razer Enki Pro hingegen passt besser. Sie sieht für mich eigentlich nicht wirklich höher aus, ist aber besser gepolstert und fühlt sich deutlich besser an. Für mich als potentiellen Kunden wäre das schade, da ich mir nicht sicher bin, ob ich zu dem Preis des Enki Pro überhaupt zuschlagen würde.

Verschiedene Armlehnen im Einsatz

Die Razer Enkis unterscheiden sich in Sachen Armlehnen. Irgendwo muss es ja auch Unterschiede zwischen den abgespeckteren Modellen und den Premium-Modellen geben.

2D-Armlehnen aus Kunststoff beim Razer Enki X

Die Armlehnen des Razer Enki X sind sogenannte 2D-Armlehnen, sie lassen sich nur in der Höhe verstellen und rotieren. Wir können die Armauflage hier also schräg von der Sitzläche weg- oder zur Sitzfläche hindrehen.

Rotation der 2D Armlehne im Test

Das Innenleben der Armlehnen besteht hier aus Kunstsstoff, ebenso wie der Knopf zum Einstellen der Armlehnenhöhe. Vielen werden diese Verstellmöglichkeiten sicher auch reichen. Die Oberfläche der Armlehne ist mit einem Weichkunststoff versehen.

4D-Metallarmlehnen bei Enki & Enki Pro

Diese beiden Modellen sind mit 4D-Armlehnen ausgestattet, die sich neben der Rotation & Höhenverstellung des Enki X noch seitlich und nach vorn & hinten verstellen lassen.

Metallknöpfe vs Kunststoffknöpfe der Armlehnen

Das Innenleben und die Knöpfe bestehen aus Metall, was die Armlehnen wertig wirken lässt. Die Armlehnen funktionieren super!

Razer-Nackenkissen nur für Enki & Enki Pro

Für das günstigere Modell, den Razer Enki X, gibt es kein Nackenkissen im Lieferumfang – einer der Gründe für den kleineren Preis des Enki X. Mir würde das Nackenkissen tatsächlich fehlen, weshalb der Enki X nichts für mich wäre, oder ich das Kissen nachkaufen würde. Wobei sich das nicht wirklich lohnt, weil man dann gleich den Enki kaufen könnte.

Das Nackenkissen für die anderen Modelle jedenfalls ist mit Memoryfoam gefüllt und mit einem weichen Samtbezug versehen. Die Kissen finde ich wirklich top!

Magnetisches Nackenkissen am Enki Pro!

Genau wie beim Secretlab TITAN Evo ist das Nackenkissen des Enki Pro magnetisch, es braucht also keine Bänder und Gurte, um es zu befestigen. So sitzt es immer genau da, wo man es haben will. Gerade bei den Lösungen mit Bändern sind die Kissen oft nicht für jede Körpergröße optimal einstellbar.

Nackenkissen des Pro hält magnetisch

Das finde ich wirklich cool am Enki Pro! Ich hoffe, dass in Zukunft noch weitere Hersteller auf magnetische Kissen umsteigen werden.

60mm Rollen & Metallfußkreuz

Hier sind alle Modelle genau gleich ausgestattet: In einem hochwertig anmutenden Metallfußkreuz werden jeweils 5 Kunststoffrollen eingesetzt, die 60mm groß sind.

60mm Kunststoffrollen fotografiert

Die Rollen laufen leise & leicht, genau so wie sie sollen.

Metall Fußkreuz

Bezüge: Mix aus Stoff & "EPU"?

Bei den Bezügen hat Razer sich goldrichtig entschieden: Die Kontaktflächen des Razer Enki & Enki X sind mit einem Stoffbezug bezogen, der sich sehr schön anfühlt und einen hochwertigen Eindruck macht.

Stoffbezug des Enki & Enki X

Nur die Seitenteile sind mit einem Kunstleder bezogen, was für die Atmungsaktivität keine Rolle spielt. Die wichtigen Stellen, an die wir uns anlehnen, sind mit Stoff bezogen und sorgen so dafür, dass wir nicht unnötig schwitzen.

Was ist ein EPU Kunstleder?

Das habe ich mich gefragt, als ich von dem EPU-Leder gelesen habe. Bekannt sind ja die nicht so geilen PVC-Leder und die am häufigsten eingesetzten PU, als Polyurethanbezüge. In meinen Recherchen fand ich heraus, dass EPU für „Elastomeric Polyurethan“ steht, doch wie unterschiedet es sich zu herkömmlichem PU?

Dazu habe ich eine Firma kontaktiert, die sich auf Polyurethane spezialisiert hat und glücklicherweise war man dort sehr hilfsbereit.

Die Lösung: EPU = PU.

Der nette Herr erklärte mir am Telefon, dass jedes Polyurethan auch elastomerisch ist. Elastomere Kunststoffe sollen dehnbar & strapazierbar sein, sowie nach der Dehnung in ihre Ursprungsform zurückkommen – das trifft auf Polyurethan im Allgemeinen zu.

Stoffbezug des Enki & Enki X

Kunstleder laut Razer nachhaltig

Razer gibt an, dass die verwendeten Kunstleder an den Razer Enkis nachhaltig produziert werden. Konkret wird beschrieben, dass während der Herstellung weniger Energie benötigt wird, dadurch auch weniger Emissionen verursacht werden und keinerlei umweltschädliche Lösungsmittel verwendet werden.

Ein Zertifikat oder einen Markennamen des Bezugsstoffes habe ich nicht gefunden, insofern müssen wir Razer hier Vertrauen schenken. Grundsätzlich finde ich auch löblich, wenn man sich um nachhaltigere Materialien kümmert.

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Razer Enki Pro: Besonderheiten am 999€-Stuhl

Einige der Unterschiede habe ich in den jeweiligen Sektionen schon herausgestellt, wie das Rad zur Rückenlehnenverstellung oder das magnetische Nackenkissen. Was dabei nirgends so ganz reinpasste, ist das sehr coole Design des Razer Enki Pro. Man kann absolut nicht sagen, dass der Enki Pro nicht sehr edel und hochwertig wirkt.

 

Hochwertige Kunststoff-Schale in Carbon-Optik

Dazu trägt vor allem seine Kunststoffschale & Rückseite bei. Bei den meisten Gaming Stühlen, von Backforce abgesehen, ist die Rückseite einfach mit dem Bezug des Stuhls bezogen und schlicht.

Carbon Rückseite des Enki Pro

Der Enki Pro dagegen glänzt mit einer Rückseite in Carbon Optik.

Pro Unterseite aus Kunststoff

Der ganze Stuhl ist in dieser Optik eingefasst, was definitiv sehr hochwertig wirkt. Selbst von unten ist alles in dem Carbon-Kunststoff gehalten.

Seitenabdeckungen Enki (X) vs Pro

Elegant sind hier auch die Seitenabdeckungen für die Verschraubungen zwischen Rückenlehne & Sitzfläche. Auch hier ist alles durch Kunststoff abgedeckt und vor allem eben.

Super-Premium: Echter Alcantara Bezug am Pro!

Der Razer Enki Pro ist der erste Gaming Stuhl in meinem Test-Repertoire, der mit echtem Alcantara bezogen ist. In den USA ist das patentierte Material aus Italien auch als „Ultrasuede“ bekannt und es zeichnet sich durch viele seiner Eigenschaften aus. Es fühlt sich an wie Veloursleder, ist aber ein Mix aus Polyester & Polyurethan.

Die Vorteile echten Leders übertrifft Alcantara sogar: Es ist leichter, atmungsaktiver & pflegeleichter. Zudem ist es ebenso allergieneutral, antistatisch & sehr strapazierfähig.

Echtes Alcantara am Razer Enki Pro

Alcantara: Seit 2009 klimaneutral & nachhaltig

Auszeichnend für den super hochwertigen Bezugsstoff sind neben seinen Eigenschaften auch die nachhaltige Herstellung. Das Material wird schon seit 2009 klimaneutral produziert, trägt also nicht zur Erderwärmung bei. Auch die gesamte Wertschöpfungskette wird so nachhaltig gehalten, wie nur möglich.

Der Hersteller Alcantara aus Italien steigert sich seit 2009 fast jährlich, was Nachhaltigkeitsbilanzen angeht. Mehr zur Nachhaltigkeit der Produkte und jährliche Nachhaltigkeitsberichte findest du hier auf der Website von Alcantara.

Dual Density Backrest? Nichts besonderes.

Beim Enki Pro wird mit der Dual Density Backrest geworben, in der Rückenlehne sind also Polsterschäume mit verschiedenen Härten verbaut. Ich dachte zuerst, dass das eine Überlegung für den Komfort ist, um da etwas zu optimieren. Tatsächlich aber wird man von den verschiedenen Schaumdichten nichts spüren.

Übergang der Dual Density Backrest

Es ist nämlich so, dass alle Alcantara-Flächen mit Schaum mit einem Raumgewicht von 60kg/m³ gepolstert sind, und die Kunstleder bezogenen Stellen haben 75kg/m³. Mit den PU-bezogenen Stellen haben wir beim Sitzen aber kaum Kontakt, wir lehnen uns dort nicht wirklich an. Deshalb bringt das meiner Einschätzung nach auch nichts.

Ist der Razer Enki Pro zu teuer?

Ich finde schon. Der Enki Pro kommt mit 999€ auf den Markt, ich gehe davon aus, dass der Preis aber noch ein wenig fallen wird. Der Enki Pro ist ein sehr hochwertiger Gaming Stuhl, keine Frage. Trotzdem wäre er mir keine knappen 1000€ wert, dafür fehlen mir ergonomische Funktionen. Für um die 1.000€ bekommt man schon extrem hochwertige Bürostühle mit Sitzneigefunktion, Synchronmechanik, variabler Lordosenstütze, Sitztiefenverstellung und mehr – alles Eigenschaften, die der Enki Pro nicht hat.

Geld auf Enki Pro Sitzfläche teuer

Stühle wie den Backforce One Plus gibt’s sogar für 650€ mit allen genannten ergonomischen Funktionen und 10 Jahren Garantie bei Made in Germany. Natürlich ist nicht jeder Stuhl mit diesem hier vergleichbar, aber dennoch bietet mir der Enki Pro zu wenig. Das Bezugsmaterial & das magnetische Nackenkissen ist toll, die Kunststoffschale auch – aber das ist auch schon alles, was den Razer Enki Pro wirklich von anderen Stühlen abheben lässt.

Für 500-550€ würde ich ihn sicher gern empfehlen! 999€ ist er mir leider nicht wert. Finde ich super schade, denn zu einem kleineren Preis könnte der Enki Pro ein echter Renner werden.

Qualität & Verarbeitung: Alles makellos.

In Sachen Materialqualität und Verarbeitungspräzision sind alle 3 Razer Enkis komplett tadellos. Alle Nähte verlaufen gerade, ich finde absolut keine Verarbeitungsprobleme. Die Rückenlehnenpolsterungen des Enki X & Enki sind vielleicht etwas dünn im Kopfbereich, aber dafür hat man ja zumindest beim Enki das Nackenkissen.

Eingesticktes Razer-Logo auf Rückenlehne

Alle 3 Modelle kamen jeweils frei von Beanstandungen bei mir an. Besonders hochwertig wirkt natürlich der Razer Enki Pro, bei dem im Inneren scheinbar deutlich massivere Materialien verwendet wurden, denn das gute Stück wiegt einige Kilo mehr, als seine Geschwister.

Fazit: Welchen Razer Enki du kaufen solltest

Der Razer Enki X ist für mich grundsätzlich eher uninteressant. Der besser ausgestattete Enki ohne X kostet nur 30-40€ mehr, dafür bekommt ihr 4D statt 2D Armlehnen, eine erweiterte statt einfache Wippmechanik & das Memoryfoam-Nackenkissen dazu. Den Enki X zu kaufen ist ganz klares Sparen am falschen Ende.

Den Enki kann ich ansonsten durchaus empfehlen! Ich persönlich würde ich ihn eher nicht nutzen, weil mir die Lordosenstütze zu weit unten ist und ich sie eher als Fremdkörper wahrnehme. Das muss aber bei dir nicht so sein! Und für seine um die 360€ ist der Razer Enki auf jeden Fall ein anständig ausgestatteter Stuhl zu einem absolut fairen Preis.

Das trifft in meinen Augen auf den Razer Enki Pro nicht zu. Den kann ich dir zum Kauf eigentlich nur empfehlen, wenn du dich extrem in das Design verliebt hast und Geld in deinem Leben keine Rolle spielt. Der Razer Enki Pro ist super hochwertig und auch bequem, dennoch gibt es zu einem Preis von 999€ oder sogar weniger ganz andere Stühle, die einiges mehr können. Für einen deutlich kleineren Preis würde ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung raushauen.

Fazit: Marco mit 3 Razer Enki - welchen kaufen?

Vorteile:

  • Gute Mechaniken, guter Komfort
  • Super Verarbeitung & Qualität
  • Sehr gutes Memory-Foam-Nackenkissen
  • Sehr edle und gelungene Optik
  • Faire Preise für Enki & Enki X
  • Hochwertige Sitzbezüge

Nachteile:

  • Lordosenstütze bei Enki & Enki X für mich unpassend
  • Enki Pro zu teuer

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Marco Nykamp
Marco Nykamp

Hi, ich bin Marco Nykamp aka Tjorven und Autor aller Testberichte auf gaming-stuhl.de! Mit den Jahren habe ich einen riesigen Erfahrungsschatz über Gaming Stühle gewonnen, den ich hier durch Tests, Fotos, Videos & wertvolle Informationen an dich weitergebe - damit du sofort das für dich passende Produkt findest.

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